Freier Deutscher Autorenverband Berlin e.V.
Freier Deutscher Autorenverband Berlin e.V.
Foto: Axel Rösler

Der FDA auf der Buchmesse Leipzig 2014

 

von T. A. Wegberg

 

Für das Messeteam des FDA Berlin begann die Leipziger Buchmesse 2014 am 17. März 2013. An jenem Sonntag vor einem Jahr bauten wir unseren Messestand ab und machten uns gleichzeitig Notizen, was beim nächsten Mal alles besser gemacht werden könnte. Die Entscheidung, die Aufgabe der Standkonzeption noch ein zweites Mal zu übernehmen, war in erster Linie das Ergebnis unserer Evaluation: Die Buchmesse war unglaublich erfolgreich verlaufen, und trotzdem hatten wir noch genügend Ideen für weitere Optimierungen.

 

In zahlreichen Teamsitzungen über das ganze Jahr verteilt erarbeiteten wir das neue Konzept für 2014. Unter dem Motto „Achtung, aktive Autoren“ legten wir den Schwerpunkt noch mehr auf die Vernetzung und den Austausch von Schreibenden. Die moderne und harmonische Gestaltung unseres Standes mit seinen kräftigen Frühlingsfarben sollte sich gezielt von den vielen austauschbaren weißen Standard-Messeständen abheben. Wie gut dies gelungen war, wurde erst vor Ort wirklich deutlich und trug uns viel Lob von Besuchern ein.

Foto: Axel Rösler

Dass wir in diesem Jahr mit acht (!) Personen an allen Messetagen präsent waren, machte sich besonders beim Auf- und Abbau des Standes bezahlt, der deutlich weniger Zeit in Anspruch nahm als zuvor. Neben den beiden Vorsitzenden Inge Beer und Jordan Wegberg, der Radiojournalistin Birgit Burkey sowie Kerstin Nicolai und Frank Somalus von RSD Radio waren in diesem Jahr noch Toni Balding, Thomas Hohn und Helmut Schröder mit von der Partie. Ein starkes Indiz für den guten Teamgeist des Berliner Landesverbandes, denn immerhin mussten alle sich Urlaub nehmen, um von Mittwoch bis Sonntag ausschließlich für den FDA zur Verfügung zu stehen, und die schwindelerregenden Preise für Essen und Trinken auf der Messe rissen zusätzliche Löcher ins Budget.

Foto: Birgit Burkey
Foto: Birgit Burkey

Für die erste Kontaktaufnahme zu den Messebesuchern griffen wir auf das bewährte Glücksrad zurück, das sehr viel Aufmerksamkeit weckt und alle Altersgruppen anlockt. Auf dem Wege der originellen Quizfragen ist es leicht, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und eine lockere Atmosphäre zu schaffen. Diesmal hatten wir zusätzlich spezielle Kinderfragen entwickelt, um auch den Jüngeren ein Erfolgserlebnis zu verschaffen.

Foto: Birgit Burkey

Richtige Antworten wurden wie im Vorjahr mit Lesezeichen sowie mit grafisch schön gestalteten, sorgfältig einlaminierten Texten von FDA-Autoren belohnt, die erneut großen Anklang fanden. Auch hier erweiterten wir unser Angebot um Texte von Kindern (aus FDA-Schreibwerkstätten) für Kinder. Wer weniger Glück hatte ‒ ich gebe zu, die Rechtschreib-Fragen waren sehr schwer! ‒, wurde mit Süßigkeiten getröstet.

Foto: Axel Rösler

Zentraler Bestandteil unseres Standangebots war wie im Vorjahr der Online-Radiosender RSD Radio. Drei Mitarbeiter waren ständig präsent, um Interviews und Live-Lesungen durchzuführen und fortlaufend von der Buchmesse zu berichten. Nicht nur FDA-Autoren, sondern auch Besucher hatten hier die Möglichkeit, ihre Eindrücke mitzuteilen, ihre Bücher zu präsentieren oder eigene Texte zu lesen.

Foto: Axel Rösler
Foto: Axel Rösler

Birgit Burkey und Toni Balding schwärmten jedoch auch in die Messehallen aus, um andere Aussteller, Cosplayer oder Besucher zu interviewen und zu fotografieren. In dieser Zeit stellte Inge Beer am Stand erstmals ihre Kompetenz als Radioreporterin unter Beweis – wie nicht anders zu erwarten mit großem Erfolg!

Obwohl der Messestand eines Autorenverbands natürlich nicht dazu dient, einzelne Autoren oder Bücher in den Vordergrund zu rücken, hatte im Vorjahr manch ein FDA-Mitglied Anstoß daran genommen, dass seine Buchcover nicht zu sehen waren, weil alle Bücher in einem Regal standen. Diese Kritik haben wir aufgegriffen und an zentraler Stelle einen großen Bildschirm angebracht, auf dem die Buchumschläge in einer Endlosschleife zu sehen waren. Diese gestalterische Lösung zog viel Aufmerksamkeit auf sich. Und manch ein Autor mühte sich, den Stand genau dann zu fotografieren, wenn sein eigenes Cover gezeigt wurde – was allerdings ein gewisses Geschick erforderte.

Foto: Axel Rösler

Selbstverständlich waren die Bücher der FDA-Autoren auch diesmal wieder Bestandteil unseres interaktiven Konzepts. Wer nämlich am Glücksrad die Kategorie „Radio“ erspielt hatte, durfte sich einen Titel aussuchen, um eine beliebige Passage daraus live im Radio vorzulesen. Diese Aufgabenstellung animierte die Besucher, eingehend in den ausgestellten Büchern zu stöbern. Und die erwählten Autoren durften sich über eine kostenlose Live-Präsentation ihres Titels einschließlich Leseprobe im Radio freuen.

Foto: Birgit Burkey
Foto: Axel Rösler

Auch unser Gästebuch wurde wieder intensiv genutzt. Diesmal lautete die Fragestellung: Was macht ein gutes Buch aus? Hierauf wurden teilweise sehr originelle Antworten gegeben, und einige Einträge deuten auf ein hohes kreatives Potenzial der Messebesucher hin.

In diesem Jahr kommunizierte der Messestand klarer als je zuvor, dass es sich beim FDA nicht um einen Verlag handelt. Zumindest während meiner Standbetreuungszeiten hatte ich 2014 erstmals keinen einzigen Gesprächspartner, der mir in aller Ausführlichkeit sein 700-Seiten-Manuskript vorstellte und wissen wollte, ob er noch ins Herbstprogramm käme. Die auf die Standwände aufgedruckten Zitate bekannter Schriftsteller und die Stichpunkte unter dem Titel „Autoren für Autoren“ machten Schreibende aller Altersklassen und Genres neugierig, ohne falsche Erwartungen zu wecken.

Jeweils ein Standbetreuer war kontinuierlich damit beschäftigt, Fragen zum FDA zu beantworten, die Bandbreite unserer Leistungen zu schildern, Ansprechpartner zu benennen und Aufnahmekriterien zu erläutern. Damit haben wir genau das erreicht, was wir angestrebt hatten: jene zu erreichen und zu begeistern, die uns noch nicht kennen, sich aber für ein funktionierendes Netzwerk interessieren.

Ein großes Dankeschön geht an alle Kolleginnen und Kollegen, die uns zwischendurch am Stand entlastet haben, und sei es nur für ein paar Stunden, sowie an Anne Meinecke vom LV Sachsen, die durch die Tischreservierung im Restaurant Alex dafür gesorgt hat, dass wir die Abende gemeinsam zu zivilen Preisen ausklingen lassen konnten.

 

Foto: Axel Rösler

Drei Tage nach dem Ende der Messe erreichte uns die folgende Mitteilung von Iris Fritzsche (FDA Sachsen):

 

"Ich wollte unbedingt an den Stand des FDA, weil ich dort ein Treffen mit Anne Meinecke verabredet hatte. Da bis zur vereinbarten Zeit noch etwas Luft war, hatte ich Gelegenheit, mir den Stand etwas genauer zu betrachten. Die Gestaltung gefiel mir gut. Besonders die Leuchttafel, auf der abwechselnd verschiedene Buchcover der unterschiedlichsten Autoren aufleuchteten, hatte es mir angetan. Daran konnte jeder Besucher gut erkennen, wie verschieden die Genre der Autoren waren und wie umfangreich demzufolge auch die Arbeitsgebiete des Verbandes. Auch die Wandgestaltung mit den Sprüchen gefiel mir. Klar, es waren auch Regale mit Werken vorhanden, aber die Hauptaufgabe eines Verbandes ist es ja nicht einzelne Autoren zu präsentieren, sondern die Vielfältigkeit ihrer Arbeit den Besuchern nahe zu bringen. Gerade die Vielfalt ist es ja, was ein Verbandsleben so lebendig gestaltet. Auch das Glücksrad, bei dem Besucher einen Text aus einem Werk gewinnen konnten, kam meiner Meinung nach gut an. Dadurch wurden Besucher nicht nur angezogen, sondern direkt einbezogen. Und was noch viel wichtiger war, auf diese Weise konnten Interaktionen auch auf Gesprächsebene entstehen, Meinungen eingefangen, sowie Anregungen gewonnen werden."

 

Vielen Dank für dieses Lob!

 

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Angekommen

 

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