Freier Deutscher Autorenverband Berlin e.V.
Freier Deutscher Autorenverband Berlin e.V.
Foto: Axel Rösler

Verleihung des FDA-Literaturpreises an Alain Claude Sulzer


von Inge Beer

 

Der Freie Deutsche Autorenverband vergibt seit 2008 alle zwei Jahre einen Literaturpreis an einen Autor, der aus Sicht des Präsidiums in seinem Werk am besten die Werte vertritt, für die der FDA sich einsetzt: die Freiheit des Wortes, die geistige Einheit Europas in der kulturellen Vielfalt, die Ablehnung jeder Art des Extremismus von rechts oder links sowie der Intoleranz gegenüber Religion, Rasse, Herkunft oder Geschlecht. Nach Gábor Görgey (2008), SAID (2010) und Ingo Schulze (2012) war die Wahl in diesem Jahr auf Alain Claude Sulzer gefallen.

 

Ausschlaggebend dafür war die brillante Figurenzeichnung in allen seinen Werken. Während seine Protagonisten scheinbar vordergründig mit sich und ihrem Leben beschäftigt sind, reicht meist ein auf den ersten Blick unscheinbares Ereignis aus, um massive Veränderungen in Bewegung zu setzen und die Schnittstellen der Gesellschaft kenntlich zu machen.

Foto: Axel Rösler

Der Laudator für die Preisverleihung auf der Leipziger Buchmesse, Andreas Öhler, ist Journalist und ein guter Freund von Alain Claude Sulzer, was schon an der humoristischen Art zu erkennen war, mit der er seine Lobrede hielt. Er selbst bezeichnete sie als „Experiment mit offenem Ausgang“. Auch er erwähnte gesellschaftliche Schnittpunkte, so wie Sulzer dies in seinen Büchern tut. Die Schweizer Mentalität wurde ebenso thematisiert wie jene Preisverleihungen, bei denen das Gefühl entsteht, man hätte sich schon im Vorfeld gegenseitig die Trophäen zugeschoben.

 

Öhler findet den Preis des FDA insbesondere deshalb passend für den Autor, weil er nicht nur sein literarisches Werk würdigt, sondern auch den durch seine Bücher vermittelten Einfluss in der Gesellschaft für Toleranz, Respekt und Humanität. Alle bisherigen Werke Sulzers wurden angesprochen und kurz skizziert. Dadurch machte der Laudator deutlich, auf welch unterschiedliche Arten der Autor den Leser dazu veranlasst, sich mit gesellschaftspolitischen Gegebenheiten und menschlichen Problemen auseinanderzusetzen.

Foto: Axel Rösler

Von FDA-Vizepräsident Franz Westner nahm Alain Claude Sulzer eine Urkunde entgegen, die mit einem Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro verbunden ist, und Autor sowie Laudator bekamen je einen Blumenstrauß überreicht.

Foto: Axel Rösler

Bei mir erweckte die Laudatio den Wunsch, im Laufe der Zeit alle Werke des Autors zu lesen. Selten hat eine Preisverleihung vom Inhalt und von der Vortragsweise her so viel Eindruck bei mir hinterlassen. Nichts wirkte aufgesetzt oder gestelzt, sondern Öhler gab sich ebenso authentisch wie Sulzer, der sich bei den Ausführungen seines Freundes ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Für mich steht fest: Hier handelt es sich nicht um abgehobene Größen am Autorenhimmel, sondern trotz ihrer Erfolge sind sie Menschen zum Anfassen, die miteinander befreundet sind und sich gegenseitig nichts neiden.

Hier finden Sie weitere ausführliche Informationen zur Leipziger Buchmesse 2014:

Neuer Vorstand gewählt

Auf seiner Mitgliederversammlung am 6. Mai 2017 hat der Freie Deutsche Autorenverband Berlin e.V. (FDA) Jordan T. A. Wegberg zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Wegberg (Mitte) ist freier Autor, Übersetzer und Literaturdozent und trat dem Verband 2009 bei, 2013 wurde er stellvertretender Vorsitzender.

 

Ebenfalls zum neuen Vorstand gehören die freie Autorin Astrid Müller (stellvertretende Vorsitzende, links) und die Medienproduzentin und Publizistin Katja Mischke (Schatzmeisterin, rechts). Wegberg zu seiner Wahl: „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem neuen Vorstand sowie den drei Beisitzern den FDA noch stärker mit der Berliner Literaturszene zu vernetzen und die Anliegen von Autorinnen und Autoren voranzutreiben.“

 

Seit 1985 vertritt der Berliner Verein die Interessen von Schreibenden, unter anderem durch Lesungen, Kongresse, Workshops, Fachvorträge und Anthologien. Er unterstützt Autoren bei der Veröffentlichung ihrer Werke und berät sie bei der Suche nach einem geeigneten Verlag.

 

Im vierwöchigen Turnus treffen sich die rund sechzig Berliner Mitglieder zu Vereinssitzungen. Zusätzlich bietet der Verband eine monatliche Textwerkstatt an. Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stehen die Literatur und der Prozess des Schreibens. In den Verein werden Autor(inn)en aufgenommen, die ihre schriftstellerischen Qualitäten bei einer Antrittslesung unter Beweis stellen. 

Autorenkongress Birkenwerder 2017

Oliver Guntner vom FDA Thüringen hat einen ausführlichen Bericht über unseren Autorenkongress 2017 verfasst und mit Fotos zu einer lebendigen Erinnerung ergänzt. Herzlichen Dank dafür! 

FDA - der Film!

Druckversion Druckversion | Sitemap
© FDA Berlin