Freier Deutscher Autorenverband Berlin e.V.
Freier Deutscher Autorenverband Berlin e.V.

Renate Gutzmer

Der dritte Band der Sammlung von Lyrik und Kurzgeschichten, Zwischenräume (2016), nimmt sich der Lücken an, die zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit klaffen. Sie werden spürbar als Spannung zwischen Erinnern und Vergessen, Mensch und Natur, Illusion und Wirklichkeit, Reden und Schweigen. Ist das Erinnerte nicht geprägt von der Gegenwart, die wiederum von ihm beeinflusst wird? Wie fühlt sich das Andere der Natur an, wie bricht sich der Trieb Bahn? Werden wir jemals in der Lage sein, die Grenze zwischen Illusion und Wirklichkeit zu erfassen und auszuhalten, bevor wir zu einem Trugbild Zuflucht nehmen? Wie fühlt sich der Abgrund an zwischen beredtem Schweigen und leerem Gerede?

In diesen Zwischenräumen erst entsteht Sprache, wachsen Bilder und Metaphern des Übergangs und der Simultanität verschiedener Realitätsebenen.

 

Elsinor Verlag, 2016. 119 Seiten, 12,90 Euro

26 Gefährdungen (2014) hieß der erste Band einer Sammlung von Lyrik und Prosa der Berliner Schriftstellerin Renate Gutzmer. Der Folgeband 26 Rettungen (2015) antwortet darauf in einer Art Spiegelschrift: Poesie des Übergangs, des Moments, in dem in einer Gefährdung eine Rettungsmöglichkeit aufscheint, der ihrerseits keine Dauer zukommt, sondern eine andere Gefährdung schon eingeschrieben ist. Alles Lebendige ist im Fluss, und nur der Kunst kommt es zu, eine Erfahrung daraus festzuhalten, vieldeutig und rätselhaft, und gerade dadurch geeignet, Hoffnung zu spenden.

 

Elsinor Verlag, 2015. 82 Seiten, 12,80 Euro

Die Autorin entfaltet in dieser Sammlung von Lyrik und Kurzgeschichten ein bald skurriles, bald tragikomisches ABC der menschlichen Nöte und Leiden, persönlicher Krisen und zwischenmenschlicher Katastrophen. Dabei lässt sie sich oft von der Malerei inspirieren, wie zum Beispiel von Johannes Vermeer (Ansicht von Delft) und Arnold Böcklin (Die Toteninsel). Die Texte stehen in der Tradition der Romantik, nicht allein dadurch, dass die Autorin Genregrenzen überwindet, Kunst- und Textgattungen mischt und neu erfindet, sondern auch durch ihre Nähe zu Traumbildern, Märchen und Mythen. Über allem schwebt eine wissende Traurigkeit, ein melancholischer, manchmal hintersinniger und böser Witz, der ihre Fragmente und Gedankensplitter zugleich traditionell und modern erscheinen lässt.

(Auszug aus der Pressemitteilung)

 

Elsinor Verlag, 2014. 59 Seiten, 9,90 Euro

 

 

Neuer Vorstand gewählt

Auf seiner Mitgliederversammlung am 6. Mai 2017 hat der Freie Deutsche Autorenverband Berlin e.V. (FDA) Jordan T. A. Wegberg zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Wegberg (Mitte) ist freier Autor, Übersetzer und Literaturdozent und trat dem Verband 2009 bei, 2013 wurde er stellvertretender Vorsitzender.

 

Ebenfalls zum neuen Vorstand gehören die freie Autorin Astrid Müller (stellvertretende Vorsitzende, links) und die Medienproduzentin und Publizistin Katja Mischke (Schatzmeisterin, rechts). Wegberg zu seiner Wahl: „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem neuen Vorstand sowie den drei Beisitzern den FDA noch stärker mit der Berliner Literaturszene zu vernetzen und die Anliegen von Autorinnen und Autoren voranzutreiben.“

 

Seit 1985 vertritt der Berliner Verein die Interessen von Schreibenden, unter anderem durch Lesungen, Kongresse, Workshops, Fachvorträge und Anthologien. Er unterstützt Autoren bei der Veröffentlichung ihrer Werke und berät sie bei der Suche nach einem geeigneten Verlag.

 

Im vierwöchigen Turnus treffen sich die rund sechzig Berliner Mitglieder zu Vereinssitzungen. Zusätzlich bietet der Verband eine monatliche Textwerkstatt an. Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stehen die Literatur und der Prozess des Schreibens. In den Verein werden Autor(inn)en aufgenommen, die ihre schriftstellerischen Qualitäten bei einer Antrittslesung unter Beweis stellen. 

Autorenkongress Birkenwerder 2017

Oliver Guntner vom FDA Thüringen hat einen ausführlichen Bericht über unseren Autorenkongress 2017 verfasst und mit Fotos zu einer lebendigen Erinnerung ergänzt. Herzlichen Dank dafür! 

FDA - der Film!

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