Freier Deutscher Autorenverband Berlin e.V.
Freier Deutscher Autorenverband Berlin e.V.

André Reinhardt

„Zeilen eines Unbekannten“

Poesie, Gefühl und das Leben in Gedichten

 

Vorwort

 

Ein Buch mit Gedichten? Wozu? Gibt es nicht schon genügend? ...

 

Fragen über Fragen, so wie das Leben sie uns täglich neu durch den Kopf geistern lässt. Jedoch so vielfältig wie die Gedanken, so unterschiedlich sind auch die Zeilen, die nach reiflicher Überlegung das Licht der Welt erblicken.

 

Ich lade Sie ein zu einer Entdeckungsreise der Gefühle, der Stimmungen und der Träume. Schauen Sie nur genau hin, was sich alles in den Versen verstecken kann. Hier gibt es für fast jede Lebenslage etwas zu entdecken.

 

Gute Gedichte spenden nicht nur Trost. Sie können zuweilen heitere Stimmung bringen, Melancholie auslösen oder nachdenklich machen. Manchmal stecken kleine Lebensweisheiten zwischen den Zeilen, manchmal gibt es aber auch Schelte. Je nachdem, wie die Stimmung gerade ist, hoffe ich, eine Zeile gefunden zu haben.

 

Am Anfang stand für mich jedoch die schwierigste aller Fragen:

 

„Ach, wie schreibt man ein Gedicht?"

 

Ob es wohl gelungen ist, sie zu beantworten?

 

Berlin im Oktober 2010

Leseprobe aus „Zeilen eines Unbekannten“:

 

 

Gedicht                               Seite 8

 

Ach, wie schreibt man ein Gedicht?

Der Dichter kann’s, ich aber nicht!

Papier, so sagt man, ist geduldig,

doch bleibt es mir die Verse schuldig.

 

Der Löffel                          Seite 11

 

… wurd’, als Du erschienen,

in Deine kleine Hand gegeben.

Du brauchtest ihn Dir nicht verdienen

und hast ihn nun Dein ganzes Leben.

 

Sehnsucht nach Dir              Seite 19

 

Mich traf Dein Blick vor ein paar Wochen,

wir sahen uns an und sprachen kaum.

Ein seltsam’ Gefühl ist mir ins Herz gekrochen

und nahm Besitz von diesem Raum.

 

2 in 1 Wanne                       Seite 28

 

Das Bad gefüllt mit Nebelschwaden,

vom Wasser aus dem Badezuber,

lädt uns zum wöchentlichen Baden

und fröhlichen Geruder.

 

Kein Schlaf                          Seite 29

 

Was mach‘ ich nur in dieser Nacht,

denn Morpheus ist heut‘ nicht im Haus.

Er macht frei und hat sich so gedacht:

„Es regnet nicht, drum geh‘ ich aus.“

 

Freunde                                Seite 39

 

... sind für Dich stets da,

Verbündete in allen Lagen.

Zu jeder Zeit sind sie Dir nah

und stellen keine Fragen.

 

Endlich König                        Seite 41

 

„Ich bin jetzt oben - endlich am Ziel“,

sind die Gedanken jeden Morgen.

Hier hat man so ein leichtes Spiel,

und die Verantwortung macht keine Sorgen.

 

T o d                                         Seite 43

 

Am Fluss des Lebens hältst Du Wacht

und schaust den ziehenden Kerzen zu.

Ein Strom von Lichtern in Deiner Macht,

treibt langsam dahin, ganz ohne Ruh’.

 

  

Gedanken                          Seite 47

 

Gedanken sausen durch den Raum,

mein Kopf scheint viel zu klein.

Ich denk’ an Dich, halt mich im Zaum

und möcht’ gern bei Dir sein.

 

Urlaub                               Seite 49

 

… hat nichts mit altem Laub zu tun!

Nein, es ist die Zeit, in der wir träumen!

Es sind Tage um ‘mal auszuruh‘n -

die hängen nicht an großen Bäumen.

 

Funkenflug                       Seite 60

 

Der Himmel ist heut’ grau in grau,

bei ständig leichtem Nieselregen.

Doch wenn ich in Deine Augen schau,

macht mich der liebevolle Blick verlegen.

 

Worte                                Seite 67

 

Das Wort, nun ja es ist verflixt,

denn oft schon wurde ausgetrickst,

weil einer glaubte zu verstehen,

was da gesagt ...

 

Neue Kraft                           Seite 72

 

Du bist für mich ein Ort der Ruhe -

ein Haus voll Liebe, Glück und Zuversicht.

Hier gibt’s, so scheint es, kein Getue,

das zeigt ein Blick in Dein Gesicht.

 

Jahresringe                       Seite 79

 

Ein weit’rer Ring ist abgeschlossen,

bemerkenswert - wie schnell dies ging.

Die Zeit vergeht stets unverdrossen -

in 365 Tagen wächst so ein Ring.

 

Weihnachtsmühen             Seite 82

 

Wat, schon wida 'n Jahr?

Ick glob et nich so recht.

Wart' nich neulich erst - na klar,

am heiljen Abend war mir schlecht.

 

Ein letzter Augenblick?      Seite 85

 

In meinen Armen liegst Du nun,

zum Abschied von der schönen Zeit?

Was werden wir jetzt künftig tun,

wenn keiner dem and’ren Kraft verleiht?

 

Aktuell:

Oliver Guntner vom FDA Thüringen hat einen ausführlichen Bericht über unseren Autorenkongress 2017 verfasst und mit Fotos zu einer lebendigen Erinnerung ergänzt. Herzlichen Dank dafür! 

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